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5 Dinge, die Sie über die neuesten TiO₂-Vorschriftenaktualisierungen der Europäischen Union wissen müssen

Die Präsenz auf einem globalen Markt erfordert globale Verantwortung. Die Verwendung und Herstellung aller chemischen Substanzen, einschließlich Titandioxid (TiO₂), muss strengen Vorschriften, Tests und Genehmigungsverfahren unterliegen, um Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten und die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Da Produkte in einem Land hergestellt und anschließend in viele andere Länder auf der ganzen Welt exportiert werden können, ist es wichtig, die unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen zu kennen, die in den verschiedenen Rechtsordnungen gelten. So hat beispielsweise die Europäische Union (EU) kürzlich ihre gesetzlichen Anforderungen für TiO₂ geändert. Auch wenn Sie nicht in der EU produzieren, kann es sein, dass Ihre Produkte in EU-Länder verschifft werden. Daher halten wir es für wichtig, Informationen über die EU-Klassifizierung von TiO₂, die Auswirkungen dieser spezifischen Klassifizierung, die Bedeutung für Ihr Unternehmen und die Rolle von Chemours zu vermitteln.

1. EU-Klassifizierung von TiO₂:

In einer sich ständig verändernden Industrie ist es wichtig, chemisch verantwortungsvoll zu handeln. Die Gewinnung und Herstellung von TiO₂ ist ein komplizierter Prozess, aber die Arbeit hört damit nicht auf. Die Klassifizierung, Kennzeichnung und Verpackung (Classifying, Labeling and Packaging – CLP) von chemischen Stoffen ist erforderlich, um Verbraucher vor möglichen Gefahren zu schützen. Im Februar 2020 veröffentlichte die EU die Klassifizierung bestimmter pulverförmiger Formen von TiO₂ als mutmaßlich krebserregend (Kategorie 2, Verdacht auf Krebserzeugung durch Einatmen) gemäß der CLP-Verordnung.

2. Auswirkungen der EU-Klassifizierung:

Was bedeutet dies nun? Die Klassifizierung von TiO₂ als krebserregend gilt nur für TiO₂ in Pulverform, das > 1 % oder mehr Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von ≤ 10 µm enthält (aerodynamischer Durchmesser = der Durchmesser einer Kugel mit einer Dichte von 1 g/cm3, die unter den vorherrschenden Bedingungen von Temperatur, Druck und relativer Luftfeuchtigkeit in ruhiger Luft aufgrund der Schwerkraft die gleiche Endgeschwindigkeit hat wie das Partikel). Laut der Titanium Dioxide Manufacturer's Association (TDMA) steht diese Klassifizierung jedoch nicht im Einklang mit einer Vielzahl wissenschaftlicher Erkenntnisse, die belegen, dass TiO₂ beim Menschen keinen Krebs verursacht. Unabhängig davon gilt die Klassifizierung ab dem 1. Oktober 2021.

Wie sehen die Klassifizierungen aus? Flüssige und nicht-pulverförmige feste Gemische, die TiO₂ enthalten, werden nicht eingestuft, aber es müssen spezifische EUH211 (flüssige Gemische) und EUH212 (feste Gemische) Warnhinweise angebracht werden. Feste Gemische, die mehr als 1 % TiO₂ enthalten, müssen den EUH212-Warnhinweis tragen, unabhängig davon, ob das TiO₂ klassifiziert ist oder nicht. Flüssige Gemische müssen nur mit dem EUH211-Warnhinweis versehen werden, wenn diese 1 % oder mehr TiO₂-Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von 10 µm oder weniger enthalten. Produkte, die das EUH211- oder EUH212-Kennzeichen tragen und nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, sollten auch den EUH210-Hinweis tragen. (Dieses Sicherheitsdatenblatt ist auf Anfrage erhältlich.) Da die neuen Vorschriften kompliziert sind, hat die Europäische Chemikalienagentur (European Chemicals Agency – ECHA) kürzlich einen Leitfaden zur Klassifizierung von TiO₂ veröffentlicht, der als Hilfestellung dient.

3. Messverfahren:

Während der ECHA-Leitfaden klärt, wann ein Produkt eingestuft ist und welche Kennzeichnung erforderlich ist, wird nicht erwähnt, wie die Einhaltung der Anforderung „1 % oder mehr Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von ≤ 10 µm enthaltend“ gemessen werden kann. Der aerodynamische Durchmesser muss in Luft ermittelt werden, indem ein Aerosol erzeugt wird. Da es auf EU-Ebene keine offiziell zugelassenen Testverfahren zur Messung der Einhaltung dieser Anforderung gibt, haben TDMA-Mitglieder (einschließlich Chemours) ein Analyseprogramm ausgearbeitet, um die Eignung einer Reihe von national und international anerkannten „Staubigkeitstestverfahren“ zur Messung der Einhaltung des EU-Klassifizierungskriteriums „1 % oder mehr Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von ≤ 10 µm enthaltend“ zu testen. Basierend auf den Ergebnissen dieses TDMA-Analyseprogramms ist die EN15051-2 (rotierendes Trommelverfahren) ein international anerkanntes Verfahren, das entwickelt wurde, um die Staubigkeit fester Materialien bei der typischen Handhabung und Manipulation am Arbeitsplatz zu imitieren. Es ist auf ein breites Spektrum an Probentypen anwendbar und repräsentiert eine große Bandbreite von Handhabungsbedingungen. Dieses Verfahren lieferte die köhärentesten und am besten wiederholbaren Ergebnisse und wurde zum europäischen Standardverfahren zur Messung der Übereinstimmung mit dem Klassifizierungskriterium. Dies ist auch das Verfahren, das von Chemours zur Bewertung seines Ti-Pure™ TiO₂-Produktportfolios verwendet wurde. Die Daten aus den Chemours-Tests zeigen durchweg, dass alle Ti-Pure™ TiO₂-Sorten <1 % Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser ≤ 10 μm enthalten und daher auf der Grundlage dieser Tests die Kriterien für die Klassifizierung nicht erfüllen.

4. Kommunikation:

Die Klassifizierung erfordert auch eine klare und konsistente Kommunikation über die TiO₂-Vorschriften. Die TDMA hat ihre ersten TiO₂-Klassifizierungsrichtlinien im Juni 2020 veröffentlicht (und im Herbst 2021 aktualisiert).  Chemours informiert regelmäßig über dieses Klassifizierungsverfahren und hat seine Verpackungen aktualisiert, um die erforderlichen EU-Vorschriften zu berücksichtigen. Die Sicherheitsdatenblätter (SDB) wurden ebenfalls aktualisiert und sind für unsere Kunden jederzeit online abrufbar. Darüber hinaus hat unser Team mehrere Webinare abgehalten und direkt mit unseren Kunden kommuniziert, um Sie über alle Änderungen auf dem Laufenden zu halten, sobald diese eintreten.

5. Warum regulatorische Updates für Ihr Unternehmen wichtig sind:

Die TiO₂-Industrie hat sich schon immer für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Anwender eingesetzt, indem sie Informationen, Vorschriften und Hinweise zur sicheren Verwendung bereitstellt. Es ist wichtig, dass Sie sich über die Industrienormen auf dem Laufenden halten, um Ihr Unternehmen, die Verbraucher und die Umwelt zu schützen. Auch wenn Sie nicht direkt in der EU tätig sind, sind die europäischen Vorschriften oft weltweit führend. Es lohnt sich also, die strengsten Vorschriften zu kennen und sogar zu befolgen, um das Risiko für Ihr Unternehmen zu minimieren. Hier bei Chemours sind wir den gesetzlichen Richtlinien und Aktualisierungen immer einen Schritt voraus, damit unsere Kunden stets über geeignete, sichere und brauchbare Produkte verfügen, die für Ihr Unternehmen unerlässlich sind. Wir können Ihnen helfen, Kosten zu sparen, sicher zu sein sowie die Vorschriften einzuhalten, und haben ein Team, dem Sie während des gesamten Verfahrens vertrauen können.

Wie Chemours helfen kann:

Wir sind Branchenexperten, die sich kümmern. Unsere Produkte wie Ti-Pure™ Titandioxid sind sicher, erfüllen alle gesetzlichen Vorschriften, und geben Ihnen ein gutes Gefühl. Über unsere Ti-Pure™ Website und unser sicheres Online-Portal Ti-Pure™ Flex Portal können Sie unseren Produktkatalog durchstöbern, flexibel einkaufen, Standardpreise nutzen, bis zu sechs Monate Vorlaufzeit in Anspruch nehmen und eine schnelle Auftragsbestätigung erhalten. Mit den richtigen Tools und Informationen können Sie Ihr Geschäft besser planen.

Setzen Sie sich noch heute mit uns in Verbindung, um sich für Flex anzumelden und sich für regulatorische Aktualisierungen zu registrieren.